Wir haben nachgefragt

Hallertor – Beethoven-Denkmal

Wir fragten nach bei Andre Winkel, Pressesprecher bei SÖR:

„Mehr Grün für Nürnberg!“ mit der Zielsetzung der Aufwertung der Lebens- und Aufenthaltsqualität durch die Verbesserung des Stadtklimas ist in der Altstadt ein großes Thema.
Zu Recht sind viele Menschen sehr kritisch, wenn sie von der Fällung von Bäumen hören.Ein „Aufreger“ ist deshalb zurzeit die Neugestaltung der Grünanlage am Beethovendenkmal, da hier bestehende Bäume gefällt wurden.  Wir bitten Sie um Stellungnahme bzw. Erläuterung der geplanten Maßnahme. 

„Bäume sind wichtig für das Stadtklima und damit für die Lebensqualität in Nürnberg. Deshalb ist ist für SÖR eine gute Pflege und der möglichst lange Erhalt unserer Stadtbäume das oberste Ziel. Eine Stadt besteht aber nicht nur aus Bäumen und Parkanlagen, sondern auch aus Wegen, Versorgungsinfrastruktur und Gebäuden. In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns auch bei der Grünanlage oberhalb der Hallerwiese rund um das Beethovendenkmal. Unter einem Teil der Anlage aus den 1930er Jahren befinden sich die Restauration Schnepperschütz. Hier gab es ein Problem mit der Feuchtigkeit, so dass die Decke und die Seitenwände aufgegraben und neu abgedichtet werden mussten. Nach Abschluss der Arbeiten war die Hälfte der früheren Anlage nicht mehr vorhanden. Da auch die verbliebenen Flächen in keinem guten Zustand waren, entschloss man sich zu einer kompletten Neugestaltung.

Die große Eiche bleibt selbstverständlich auch weiterhin bestehen. Bei der Eibenpflanzung, die das Beethovendenkmal einfasst entschied man sich anders. Hier handelt sich um rund 30 eng beieinanderstehenden Heckenpflanzen, von denen etliche bereits abgestorben oder abgängig waren.

Die Gelegenheit war also günstig, diese in die Jahre gekommenen Grünanlage aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Mit großzügigen Staudenbeeten, Blühsträuchern und einer Blumenwiesen tun wir nicht nur etwas für Insekten und Artenvielfalt, sondern erhöhen auch die Aufenthaltsqualität am Eingangsportal der Hallerwiese.“

In den letzten Jahren sind in die Altstadt einfahrende Busse, insbesondere von Kreuzfahrtschiffen, zur Belastung geworden. Bei uns wird immer wieder angefragt, ob sich der Platz am Beethovendenkmal nicht als Ein- und Aussteigestelle für die Touristenbusse eignen würde. Was sagen Sie dazu?

„Für solche Planungen ist das Verkehrsplanungsamt zuständig. Die sind da eindeutig der kompetentere Ansprechpartner. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es an dieser Stelle, wo es eine Bündelung von Verkehrsbeziehungen gibt – Straßenbahn-und Bushaltestelle Hallertor, Einmündung des Altstadtverkehrs auf den Neutor- und Westring schwierig wird eine weitere Funktion wie eine Haltestelle für Tourismusbusse unterzubringen, ohne den Verkehrsfluss auf dem Altstadtring zu stören.“