Unsere erste Anfrage bezieht sich auf die aktuelle Situation um den Hauptmarkt:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister König,
Demontage des Grünen Wochenmarktes Hauptmarkt
aufgrund der aktuellen Berichterstattung in NN und den digitalen Medien, dass der Wochenmarkt für mehrere Jahre – beginnend ab 15. Juni 2026 – in die Fußgängerzone Königstraße verlegt werden soll unter den Bewohnern, Marktkaufleuten und Besuchern der Altstadt ein heiß diskutiertes Thema. Dabei wurden Befürchtungen geäußert, dass der Wochenmarkt nie mehr auf den Hauptmarkt zurückkehrt.
Das Vorgehen seitens der Verwaltung konterkariert in der Altstadt ihre Dialogreihe „Lass uns reden!“ in der Sie eine direkte Plattform bieten, um Anliegen, Wünsche und Kritik unkompliziert vor Ort auszutauschen. Denn mit der Altstadtbevölkerung gab es hierzu keinen Dialog!
Zitat aus dem Internetauftritt Stadt Nürnberg:
Zitatanfang: „Aufgrund der Umgestaltung des Obstmarkts und der damit verbundenen mehrjährigen Bauarbeiten auch auf Teilbereichen des Hauptmarkts wird der Wochenmarkt längerfristig in die Fußgängerzone verlegt. Damit kommt die Stadt Nürnberg den Bitten der Marktkaufleute einer dauerhaften Verlegung nach und setzt ein deutliches Zeichen für die Unterstützung des regionalen Handels und des Wochenmarkts in der Altstadt.“ Zitatende
Der Bürgerverein Nürnberg-Altstadt hat wiederholt darauf hingewiesen, dass der Grüne Markt am Hauptmarkt weiterentwickelt werden soll. Wir halten die Forderung nach einer Qualitätsoffensive 2.0. deshalb weiterhin aufrecht.
Hierzu bedarf es wie 2017/2018 – vom ehemaligen Wirtschaftsreferenten Dr. Michael Fraas angestoßenen – einer offenen und öffentlichen Diskussion. In diesen Verständigungs- und Entscheidungsprozess sollten wieder alle gesellschaftlichen Gruppen, die für die Nürnberger Altstadt von Bedeutung sind, einbezogen werden. Es dürfen jetzt auf keinesfalls Fakten geschaffen werden, ohne dass dieser Entscheidungsprozess stattfand.
Für uns ergeben unter Hinweis auf die Quelle:
https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/aktuell_98708.html
Fragen um deren Beantwortung wir bitten:
Zitatanfang: „Sanierungsarbeiten am Hauptmarkt: Im Rahmen der Sanierung des Obstmarkts werden auch Teile der Infrastruktur am Hauptmarkt erneuert. Seit April 2026 erneuert die N-Ergie an der Südseite Strom- und Wasser-versorgungsleitungen. Gleichzeitig werden Fernmeldekabel verlegt. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich zwei bis drei Monate. Ein genaues Ende lässt sich erst während der Arbeiten festlegen, da etwa archäologische Funde die Dauer beeinflussen können.
Das Baufeld erstreckt sich zwischen Hörgeräte Seifert und dem Eiscafé Bassanese entlang der Südseite. Die Arkaden unter dem Plobenhof bleiben während der Arbeiten zugänglich. Der Yoshimi Hashimoto Trinkwasserbrunnen ist vorübergehend außer Betrieb. Im Anschluss werden die Bauarbeiten an der Westseite des Hauptmarkts fortgesetzt. Hier werden zwischen der Plobenhofstraße und der Obstgasse Strom- und Fernmeldekabel erneuert.“ Zitatende
Und:
Zitatanfang: „Wochenmarkt wird verlegt: Wegen der Neugestaltung des Obstmarkts und der mehrjährigen Bauarbeiten am Hauptmarkt wird der Wochenmarkt für mehrere Jahre in die Fußgängerzone verlegt. Künftig erstreckt sich der Wochenmarkt in der Königstraße von der Museumsbrücke bis zur Klarakirche.“ Zitatende
Die angegebenen Zeitfenster der Bauarbeiten auf der Südseite und der Westseite erscheinen nicht kompatibel zueinander. Weshalb sind für die Bauzeit auf der Südseite zwei bis drei Monate einkalkuliert, während die Bauzeit für die Westseite scheinbar mehrere Jahre betragen soll?
Die Fußgängerzone Königstraße soll umgebaut werden. Die Königstraße soll zur Allee werden. Sie soll vom Königstor bis zur Lorenzkirche – auch in Hinblick auf die Urbane Gartenschau 2030 – ein grünes Eingangsportal in die Nürnberger Altstadt werden. Sie soll u.a. mit Baumpflanzungen, Sitzpodesten und Farbgestaltung aufgewertet werden. Hierzu liegen mehrere Stadtratsbeschlüsse vor.
Mit der Neugestaltung der Königstraße werden ebenfalls mehrjährigen Bauarbeiten einhergehen. Welche Auswirkungen hat das dann auf den neuen Straßenmarkt (vormals Grüner Markt)?
Zitatanfang: „Neue Anordnung der Marktstände: Mit der Verlegung werden die Marktstände neu angeordnet. Ziel ist, die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. Die Schaufenster des Einzelhandels sollen frei zugänglich und sichtbar bleiben. Bestehende Einzelstände mit klassischem Wochenmarktangebot wie Obst und Gemüse werden in den Markt integriert. Für andere Nutzungen sucht die Stadt alternative Standorte außerhalb der Marktflächen.“ Zitatende
Um welche „andere Nutzungen“ handelt es sich konkret, für die alternative Flächen außerhalb der Marktflächen gesucht werden?
